Rupert Reif, MA
Konzernsprecher, Bereichsleiter Konzernkommunikation
Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien geht in ihrem Engagement für Kunst & Kultur völlig neue Wege. Als Genossenschaft übernimmt sie gesellschaftliche Verantwortung, und damit auch für den Kulturbereich. Seit Jahrzehnten werden Künstler:innen gefördert und unterstützt, was sich auch in der Kunstsammlung widerspiegelt, deren Ursprung in den 1950er-Jahren liegt. Die Sammlung der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien hat einen heterogenen Charakter, zeichnet sich gerade durch diese Vielfalt aus und birgt auch Unerwartbares, wie etwa ein Frühwerk von Egon Schiele, den Sammlungsblock Josef Engelhardt und Kunstgruppe Retz.
Nun findet eine aktiv angestrebte Zäsur in der Rolle der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien als Partner:in von Kunst & Kultur statt. Der Startschuss für diese Neupositionierung war die Erarbeitung eines Bildbandes zu den im Raiffeisenhaus Wien vorhandenen Kunstwerken. „Mit der Publikation ist es gelungen, einen repräsentativen Ausschnitt mit über 200 Werken unserer Sammlung zu schaffen, die auch vom langjährigen Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes, Christian Konrad, geprägt ist“, so Erwin Hameseder, Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien.
Teil des neuen Weges als Förderin der Kunst, ist für die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien die Öffnung der Sammlung gegenüber einer breiteren Öffentlichkeit: „Ein erstes sichtbares Zeichen wird die Ausstellung einiger unserer Exponate im Museum Angerlehner in Thalheim bei Wels im April 2026 sein“, avisiert Hameseder und ergänzend dazu: „Unsere Werke leisten einen Beitrag, Menschen miteinander zu verbinden, und das sehen wir als Teil unseres genossenschaftlichen Auftrages.“
Für die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien ist in Sachen Neupositionierung klar: Das bloße Sammeln von Kunstwerken war gestern, jetzt ist der Fokus darauf ausgerichtet, das Engagement, das Fördern und Unterstützen von Kunst gemeinsam mit der Galeristin Lisa Kandlhofer und dem langjährigen Museumsdirektor Carl Aigner auf ein hohes Level zu heben und innovative künstlerische Schwerpunkte mit Mut zu setzen.
„Wir denken unser Engagement im Kunstbereich neu, wir professionalisieren und intensivieren unsere Aktivitäten. So wie wir das in anderen Innovationsbereichen machen, so machen wir das auch in der Kunst mit renommierten Partnern und Experten. Mit Lisa Kandlhofer und Carl Aigner starten wir ein kuratiertes Ankaufsprogramm, das auf langfristige Relevanz, klare Inhalte und eine strategisch geführte Sammlungsausrichtung setzt“, so Michael Höllerer, Generaldirektor Raiffeisen NÖ-Wien.
Für den Generaldirektor haben die Ambitionen im Kunstsektor auch mit Verantwortung zu tun: „Als Genossenschaft leben wir die gesellschaftliche Verantwortung. Wir machen das auch dann, wenn die Zeiten nicht so leicht sind. Während andere ihr kulturelles Engagement zurückfahren oder sich ganz zurückziehen, gehen wir bewusst den anderen Weg, verstärken unsere Aktivitäten und schaffen damit immaterielle und materielle Werte.“ Der langjährige Museumsdirektor Carl Aigner ergänzt: „Kunstsammlungen sind nicht nur ästhetische Schätze, sondern vermögen auch innovative ‚Bildungsinstitutionen zu sein‘“.
Das neue Sammlungsprofil hat mehrere Stoßrichtungen und zielt etwa auf die Szene in Niederösterreich & Wien ab. Hier liegt der Fokus auf jungen und Mid-Career-Künstler:innen mit regionaler Verankerung und internationalem Potenzial. Gleichzeitig ist das gesamte Bundesgebiet für die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien Playing Field: Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Performance-Kunst und performativen Strategien in Malerei, Fotografie, Video und Installation.
Die Performance-Kunst als spannendes künstlerisches Feld ergibt sich für die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien nicht zufällig, sondern vielmehr aus der in Österreich historisch verankerten Tradition heraus – mit internationaler Relevanz und namentlich untrennbar mit Hermann Nitsch, VALIE Export und Günter Brus verbunden. Galeristin Lisa Kandlhofer: „Es ist mir eine große Freude, die neue Kunstsammlung der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien mitgestalten zu dürfen. Besonders freue ich mich über die Möglichkeit, einen Schwerpunkt auf Performance einzubringen, ein Feld, das mir persönlich sehr am Herzen liegt.“
Erwin Hameseder und Michael Höllerer abschließend und unisono: „Unser Engagement generiert einen profilierten und eigenständigen Sammlungsschwerpunkt, der im österreichischen Kontext einzigartig positioniert ist. Wir freuen uns auf diesen neuen Weg, den wir als Bekenntnis zu Innovationsgeist, kulturellen Anstrengungen und regionaler Verwurzelung, sowie als Ausdruck unserer Raiffeisen-Identität sehen“.
Pressefoto zum Download (Fotocredit: Niklas Stadler): v.l.n.r. Obmann Erwin Hameseder, Museumsdirektor Carl Aigner, Generaldirektor Michael Höllerer und Galeristin Lisa Kandlhofer
Konzernsprecher, Bereichsleiter Konzernkommunikation