Rupert Reif, MA
Konzernsprecher, Bereichsleiter Konzernkommunikation
Trotz eines wirtschaftlich herausfordernden Umfelds konnte die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien im ersten Halbjahr 2026 ihren Wachstumskurs konsequent fortsetzen und beweist wirtschaftliche Widerstands- und Ertragskraft.
"Unser Anspruch ist es, Bestleistungen für unsere Kundinnen und Kunden zu erbringen. Mit dem Ergebnis des ersten Halbjahres 2026 haben wir dafür ein sehr gutes Fundament gelegt. Wir setzen auf innovatives, modernes Banking und konzentrieren uns dabei auf drei strategische Schwerpunkte: den weiteren Ausbau der Stadtbank Wien, die konsequente Stärkung unseres Firmenkundengeschäfts sowie die Digitalisierung mit klarem Fokus auf Kundenzentrierung, Künstliche Intelligenz und Prozessoptimierung", so Martin Hauer, Generaldirektor von Raiffeisen NÖ-Wien.
Das Ergebnis im Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien Bankbetrieb beläuft sich vor Steuern auf 45,9 Mio. Euro (Vorjahr: 29,2 Mio. Euro). Hier wirken sich die gestiegenen Zins- und Provisionserträge positiv aus.
„Die Verbindung aus Kundennähe und optimalen digitalen Services ist unser Wettbewerbsvorteil. Die Zukunft gehört datengetriebenen, maßgeschneiderten Angeboten. Unser Erfolg liegt in der Kombination: Wir arbeiten kontinuierlich an digitalen Lösungen, die einfach, schnell und personalisiert sind, und überzeugen gleichzeitig mit regionaler Präsenz und persönlicher Beratung vor Ort“, ist Hauer überzeugt.
Die Kundenkredite stiegen – vor allem durch die positive Entwicklung der privaten Wohnbaufinanzierungen – um 132,0 Mio. Euro auf 16,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 16,1 Mrd. Euro). Die Kunden-Einlagen sanken auf 10,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 11,2 Mrd. Euro).
Die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien weist weiterhin eine stabile NPL-Quote von 3,4 % (31.12.2025: 3,3 %) aus.
Zum Konzerngesamtergebnis in der Höhe von 1.588,0 Mio. Euro trugen die operative Geschäftsentwicklung der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien sowie maßgeblich der hohe Ergebnisbeitrag der Raiffeisen Bank International AG (RBI AG) bei. Der Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung setzte sich aus einem anteiligen Periodenergebnis von 298,3 Mio. Euro (Vorjahr: 21,9 Mio.) und einer Wertaufholung von 1.197,0 Mio. Euro (Vorjahr: -45,5 Mio.) zusammen. Die Wertaufholung war dabei auf den Anstieg des Börsenkurses auf 55,9 Euro je Aktie zum 30. Juni 2026 (31.12.2025: 38,3 je Aktie) zurückzuführen.
Zum Halbjahr 2026 betrug die CET1 Ratio 27,1 % (31.12.2025: 24,8 %), die Total Capital Ratio 28,8 % (31.12.2025: 26,9 %). Die Kapitalquoten liegen weiterhin deutlich über den regulatorischen Anforderungen. Damit hat Raiffeisen NÖ-Wien eine solide Basis, an der Seite der heimischen Unternehmen zu stehen und neue Investitionen zu ermöglichen.
Am 20. Juli 2026 haben Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsleitung der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H. sowie der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien den Grundsatzbeschluss gefasst, den Betrieb der Holding – insbesondere auch die Industriebeteiligungen – durch eine Downstream-Abspaltung an die 100%-Tochter Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien zu übertragen. Ziel der Transaktion ist die Vereinfachung der Konzernstruktur, eine effizientere Steuerung sowie die Bündelung der operativen Geschäftsaktivitäten in der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, um die Kapitalmarktposition weiter zu stärken. Die Umsetzung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Generalversammlung der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien im September 2026 sowie behördlicher Genehmigungen, insbesondere durch die Europäische Zentralbank.
Davon unberührt bleiben die Beteiligungsverhältnisse an der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und an der RLB NÖ-Wien.
Der Konzern-Halbjahresbericht 2026 der RLB NÖ-Wien ist absofort abrufbar unter: raiffeisenbank.at/investoren/Halbjahres-Finanzbericht2026
Fotocredit: Raiffeisen NÖ-Wien
Konzernsprecher, Bereichsleiter Konzernkommunikation